ZEITQUALITÄT
Januar und Februar '99
ÜBERBLICK ÜBER DAS JAHR 1999

Beherrschendes Thema der ersten Jahreshälfte 1999 wird weiterhin das Saturn-Neptun-Quadrat sein. In der zweiten Jahreshälfte wird dieses Thema dann durch das Saturn-Uranus-Quadrat abgelöst werden. Dieses Quadrat wird eine große Rolle bei der auch in Deutschland sichtbaren totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999 spielen. Wir werden im Themenschwerpunkt von Heft 4/99 ausführlich auf diese Sonnenfinsternis eingehen. Der Rückläufigkeitszyklus von Mars (siehe dazu auch die Beiträge von Erin Sullivan in dieser und den kommenden Ausgaben) im Frühjahr 1999 wird die Brücke zwischen dem Saturn-Neptun- und dem Saturn-Uranus-Quadrat bilden.
Wichtige Zeichenwechsel in den kommenden Monaten sind der Übergang von Chiron in Schütze (7. Januar), von Jupiter in Widder (13. Februar) und von Saturn in Stier (1. März). Neptun ist bereits am 28. November 1998 endgültig in Wassermann gewechselt, demjenigen Zeichen, in dem sich auch Uranus weiterhin bewegt. Pluto wird 1999 in Schütze zwischen 9 und 11 1/2 Grad hin und her pendeln.
DER JAHRESANFANG 1999

Gleich am 1. Januar wird sich zeigen, ob wir uns von den guten Vorsätzen für 1999 nicht zuviel versprochen haben (Merkur Quadrat Jupiter). In den Tagen danach wird Venus das Saturn-Neptun-Quadrat durchlaufen und uns vor Augen führen, was an unseren Beziehungen Traum und was Wirklichkeit ist. Neben herber Ernüchterung (Venus-Saturn-Quadrat am 2. Januar) winkt allen Phantasiebegabten dennoch der Traum vom großen Liebesglück (Venus-Neptun-Konjunktion am 5. Januar). Allerdings wird um den passenden Rahmen für Liebessehnsüchte in diesen Tagen hart gerungen werden müssen.
Am 7. Januar wechselt Merkur in Steinbock und verlangt nach einer nüchternen und klaren Wahrnehmung. Fakten sind jetzt angesagt, und Versprechungen müssen eingelöst werden. Wer in dieser Zeit nicht Wort halten kann, der wird zum Merkur-Saturn-Quadrat am 24. Januar in seine Schranken verwiesen werden oder zum Merkur-Mars-Quadrat am 26. Januar ernsthaft Streit kriegen.
Was in den Tagen zwischen dem 12. und 14. Januar geschieht, könnte Anfang Juni nochmals Anlaß für heftige Konflikte und Auseinandersetzungen sein. Mars durchwandert Mitte Januar jenen Gradbereich (23-25 Grad Waage), auf dem er zum Ende seiner rückläufigen Phase im Juni nochmals stationär wird. Es empfiehlt sich daher, Konflikte gleich zu bereinigen, um sie später nicht nochmals vorgesetzt zu bekommen.
NEUE WUNDEN - NEUE HEILER

Mit dem Wechsel von Chiron in Schütze am 7. Januar werden neue Wunden sichtbar, gleichzeitig sind neue Formen der Heilung gefragt. Chiron wird allerdings in den Sommermonaten nochmals für vier Monate in Skorpion zurückkehren, so daß sich seine Früchte in Schütze wahrscheinlich erst im Spätherbst 1999 zeigen werden.
Unter Chiron in Schütze wird sich jede Form von Sinn- und Perspektivlosigkeit als Achillesferse entpuppen, die viel Leid und Schmerzen auslösen und sich als unheilbare Wunde erweisen kann. Die mit Pluto in Schütze einhergehenden globalen Sinnkrisen und Glaubenskriege unserer Zeit werden während Chirons Transit durch dieses Zeichen schmerzhafter als bisher ins Bewußtsein treten. Wer dann nichts hat, woran er glauben oder woraus er Zuversicht und Perspektive schöpfen kann, der wird vergeblich auf den Phoenix warten, der sich im Zeichen Schütze aus der Asche zu seinem Flug erheben sollte. Wer dagegen seinem Dasein Sinn und Inhalt zu verleihen vermag, der kann viel zur Heilung dieses Planeten beitragen, im Großen wie im Kleinen.
NEUER SCHWUNG

Wo Hoffnung und Zuversicht gefragt sind, ist Jupiter nicht weit. Mit seinem Wechsel in Widder am 13. Februar steht das Glück all jenen zur Seite, die Mut haben und Initiative zeigen. Wer dann etwas wagt und aktiv wird, der kann nur gewinnen. Wem es zusätzlich gelingt, zum Jupiter-Neptun-Sextil am 27. Februar seine Phantasie und seine Visionen mit ins Spiel zu bringen, den kann eigentlich nichts mehr aufhalten, zumal einen Monat später auch noch das Jupiter-Pluto-Trigon ins Haus steht.
Auch wenn Jupiter meist viel verspricht und wenig davon hält, so lohnt es sich doch, die Impulskraft des Zeichens Widder für die Inangriffnahme neuer Projekte zu nutzen. Mit Saturns endgültigem Wechsel in Stier am 1. März wird sich ohnehin schnell zeigen, was sich lohnt und auszahlt und was nicht. Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Dies ist keineswegs eine einfache Angelegenheit, wenn Saturn in Stier der Wiederentdeckung der Langsamkeit frönt und Jupiter in Widder in großen Sprüngen voranpreschen möchte. Wohl dem, der da in seiner Mitte bleiben kann.
NEUE IDEEN

Wer aufgrund der bisherigen Ausführungen das Gefühl hat, daß ihm dringend etwas Neues einfallen sollte, um mit den beschriebenen Themen und Herausforderungen klarzukommen, der sollte sich die erste Februarwoche unbedingt freihalten.
Zwar wird am 1. Februar unter dem Mars-Neptun-Quadrat jede Form von wildem Aktionismus nur noch mehr Verwirrung stiften, aber mit der Sonne-Uranus-Konjunktion am 2. Februar, der Merkur-Uranus-Konjunktion am 3. Februar und der Sonne-Merkur-Konjunktion am 4. Februar können neue Ideen und blitzartige Einsichten in unser Bewußtsein treten, die einige unserer bisherigen Konzepte gänzlich auf den Kopf stellen und gründlich revolutionieren werden.
Wem dann nichts Neues einfällt, der wird wieder lange warten müssen. Wer jedoch all zu sehr über die Stränge schlägt, dem schlägt zum Venus-Pluto-Quadrat am 5. Februar zumindest in Liebesangelegenheiten die Stunde der Wahrhaftigkeit.
NEU- UND VOLLMONDIM JANUAR

Zu Vollmond am 2. Januar werden Bemutterungsinstinkte geweckt (Krebs-Mond). Da hilft nur eins: cool bleiben und seine Pflicht tun (Steinbock-Sonne). Viel mehr ist zu diesem Vollmond ohnehin nicht los, abgesehen von ein paar übertriebenen Versprechungen, die sich günstigstenfalls als leer erweisen (Merkur Quadrat Jupiter).
Zu Neumond am 17. Januar stehen Sonne und Mond Ende Steinbock im Quadrat zu Saturn. Härter kann es kaum noch kommen. Da hilft alles nichts: harte Arbeit ist angesagt. Disziplin und Ordnung haben die Oberhand, zumindest für diesen einen Tag. Der einzige Trost besteht darin, daß auch solche Tage vorübergehen werden, auch wenn sie bei all der Saturn- und Steinbockenergie wie eine kleine Ewigkeit erscheinen.
NEU- UND VOLLMOND IM FEBRUAR

Der Vollmond im Februar findet bereits am 31. Januar statt. Das ist zwar prälogisch, aber astronomisch unbestreitbar, denn einen weiteren Vollmond wird es im Februar nicht geben.
Mit Merkur und Uranus auf der Vollmondachse in Konjunktion zur Wassermann-Sonne und in Opposition zu einem Löwe-Mond ist auf jeden Fall eine große Party angesagt, bei der alle Normen und Regeln außer Kraft gesetzt sind bis auf eine: Wer normal ist, der muß leider draußen bleiben. Alle, die bei diesem Vollmond nicht fröhlich sind, werden für lange Zeit nichts mehr zu lachen haben.
Zu Neumond am 16. Februar stehen Sonne und Mond Ende Wassermann im Sextil zu Saturn. So verlockend es auch sein mag, jetzt ist nicht die Zeit, sich als Sonderling in den Elfenbeinturm vermeintlicher Genialität zurückzuziehen. Natürlich kann es nicht schaden, etwas Abstand zu sich selbst und zum Alltag zu finden, aber ein Daniel Düsentrieb ist für diesen Planeten wirklich genug oder etwa nicht?
Markus Jehle
