ZEITQUALITŸT Juli/August `98
ÐBERBLICK

In den kommenden Wochen d¸rften die Themen des Saturn-Neptun-Quadrates (siehe Meridian 3/98) - vor allem der Konflikt zwischen Traum und
Wirklichkeit - auf einer sehr pers–nlichen und individuellen Ebene zug”nglich und
erfahrbar werden, da alle ªpers–nlichen´ Planeten von Sonne bis Mars bei ihrem Eintritt
ins L–wezeichen diese Quadratstellung aktivieren.
Ferner sind bei den Planetenbewegungen drei markante Richtungswechsel zu beachten: Jupiter
wird ab dem 18. Juli f¸r knapp vier Monate r¸ckl”ufig, Saturn ab dem 15. August f¸r
den Rest des Jahres ebenfalls, w”hrend Pluto ab dem 16. August wieder f¸r sieben Monate
direktl”ufig sein wird. Jupiter ist seit seinem Wechsel ins Fischezeichen am 4. Februar
direkt durch das ganze Zeichen gewandert und kehrt jetzt am Ende des Zeichens wieder um.
Da gibt es zwangsl”ufig viel von dem zu reflektieren, was w”hrend seiner Reise an
Wachstumshoffnungen und Entwicklungssehns¸chten geweckt worden ist.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, welche Fortschritte mit der Fische-typischen
Assimilations-, Verschmelzungs- und Aufl–sungsstrategie wirklich erzielt worden sind und
in welchen Bereichen sich gemachte Versprechungen im Nachhinein als Illusion entpuppen
oder in Nichts aufl–sen.
HEISSE PHASE

Die Tage um Mitte August d¸rften angesichts der zwei station”ren Planeten Saturn und
Pluto im wahrsten Sinne des Wortes zur heiþesten Phase des Jahres werden. Stillstand,
Nichts-geht-mehr-Gef¸hle, und dazu das ªGet–se´ von f¸nf Planeten in L–we -
das d¸rfte so manche angespannte Situation zus”tzlich anheizen. Tiefgreifende
Wandlungsprozesse, die mit der einsetzenden Direktl”ufigkeit von Pluto nun nicht mehr
aufzuhalten sind, paaren sich mit der Notwendigkeit, auch innerlich die Verantwortung f¸r
das zu ¸bernehmen (r¸ckl”ufiger Saturn), was in den zur¸ckliegenden Monaten
verwirklicht und umgesetzt worden ist. Wohl dem, der zu dieser Zeit seine L–weseiten gut
einzusetzen weiþ.
DIE SPRACHE DES HERZENS

Insbesondere im Bereich von Kommunikation und Austausch sind L–we-Qualit”ten gefragt
und angesagt. Merkur bewegt sich vom 1. Juli bis zum 8. September in diesem k–niglichen
Zeichen und ist dabei vom 31. Juli bis 24. August r¸ckl”ufig.
Was in den kommenden Wochen mitgeteilt wird, das sollte von Herzen kommen und im Brustton
eigener Ðberzeugungen ausgedr¸ckt werden. Einmal An- und Ausgesprochenes darf jetzt
pers–nlich genommen werden. Es kommt vor allem darauf an, sich seine eigenen Gedanken zu
machen statt sich anderer Leute Kopf zu zerbrechen. Die pers–nliche Wahrnehmung sollte
jetzt im Mittelpunkt stehen und alles, was einem durch den Kopf geht, auf besondere und
individuelle Weise ausgedr¸ckt werden. Wer jetzt nichts zu sagen hat, der ist genauso arm
dran wie derjenige, dem keiner zuh–rt. Ein biþchen Drama muþ sein, eine gewisse
Selbstbezogenheit und Lautst”rke auch, sonst geht man bei L–we-Merkur unter und wird
nicht wahrgenommen.
W”hrend seiner dreiw–chigen r¸ckl”ufigen Phase bildet Merkur als einzigen Aspekt eine
Konjunktion mit der Sonne (14. August). Abstand zu sich selbst ist zu diesem Zeitpunkt
nicht gefragt, eher eine Identifikation mit dem eigenen Denken und der pers–nlichen
Wahrnehmung. Ansonsten bietet die R¸ckl”ufigkeit von Merkur wie immer Zeit zum
Nachdenken und Reflektieren sowie Gelegenheit, Liegengebliebenes aufzuarbeiten.
WIE WIRKLICH IST DIE WIRKLICHKEIT?

Zu Beginn seiner Reise durch das L–we-Zeichen greift Merkur am 1. und 2. Juli das eine
Woche zuvor exakt gewordene Saturn-Neptun-Quadrat auf. Damit stellt sich die Frage,
welcher Art von Wahrnehmung zu trauen ist, der pessimistischen, daf¸r realit”tsbezogenen
Perspektive des Merkur-Saturn-Quadrates oder der verwirrenden, daf¸r vision”ren
Perspektive der Merkur-Neptun-Opposition? Wer in dieser Phase nicht mehr weiþ, wo ihm der
Kopf steht, der sieht sich mit einem fundamentalen Problem menschlicher Wahrnehmung
konfrontiert, das in der Frage gipfelt: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
L–we-Merkur weiþ darauf zumindest eine Geschichte zu erz”hlen:
Zwei asiatische M–nche unterhalten sich w”hrend eines Spazierganges ¸ber das
Verh”ltnis zwischen Maya, dem Zauber der Illusion, und der Wirklichkeit, wie sie sich uns
darstellt. Der eine M–nch vertritt den Standpunkt, daþ alles, was uns umgibt,
letztendlich nur durch unsere Wahrnehmung existiert, demnach Maya und gar nicht real
vorhanden sei. Der andere M–nch denkt eine Weile dar¸ber nach, hebt dann einen Stein vom
Wegrand auf und l”þt ihn dem anderen M–nch auf den Fuþ fallen. Dieser schreit auf vor
Schmerz und f”hrt den anderen M–nch w¸tend an: ªWarum tust Du mir weh?´ Dieser
antwortet gelassen: ªWas regst Du Dich auf, wo Dir doch nur eine Illusion auf den Fuþ
gefallen ist?´
Nachdem Merkur den Auftakt gebildet hat, treffen auch die anderen pers–nlichen Planeten
bei ihrem Eintritt in das L–wezeichen auf das Saturn-Neptun-Quadrat: Die Sonne zwischen
dem 23. und 26. Juli, Venus zwischen dem 13. und 16. August und Mars zwischen dem 20. und
26. August. Das Hin- und Hergerissensein zwischen Wunsch und Wirklichkeit d¸rfte somit
noch st”rker ins Bewuþtsein (Sonne) dringen und vor allem in Beziehungen (Venus und
Mars) deutlich zu sp¸ren sein.
LUST UND LIEBE

Mit der Venus-Mars-Konjunktion am 4. August auf 20 Grad Krebs k–nnen die emotionalen
Qualit”ten der Liebe miteinander in Einklang kommen. Wer dann seinen Gef¸hlen
entsprechend handelt, der wird die Sprache der Seele auf erotische Weise in seinen
Liebesbeziehungen zum Ausdruck bringen k–nnen. Wer dagegen versucht, Sex und Gef¸hle zu
trennen, der wird sich auf einen erotischen ªKurzschluþ´ gefaþt machen m¸ssen. Mit
dem Wechsel von Venus in L–we am 13. August, dem am 20. August der Wechsel von Mars in
dieses Zeichen folgt, ist in Liebesangelegenheiten souver”nes Verhalten gefragt, das dem
jeweiligen Partner das Gef¸hl vermittelt, k–niglich und w¸rdevoll behandelt zu werden.
Falscher Stolz und ¸bertriebene Selbstbezogenheit f¸hren dagegen allenfalls zu
Egokonflikten, denen meist eine Selbstwertproblematik zugrunde liegt. Wer es jedoch
versteht, in der Liebe spielerisch und kreativ zu sein und seine besonderen und einmaligen
Seiten zu zeigen, dem d¸rfte kaum ein Herz lange verschlossen bleiben.