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Inhaltsübersicht
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Petra Niehaus: Das Leiden am Ich - Die kosmische Dimension
In früheren Zeiten waren die Planeten Götter und Göttinnen. Da war Astrologie ganz natürlich spirituell. Das Horoskop zeigt uns die kosmische Dimension unseres Seins: Die Planeten ziehen in uns ihre Bahn, in uns scheint die Sonne, in uns wandelt sich der Mond, in uns strukturiert sich der Saturn. Das ist bei allen so. Es ist nur leicht verschieden. Nicht alle haben die Sonne in Widder, den Mond in Stier etc. Schöne Konstellationen nehmen wir ja auch gerne entgegen. Schwierige Konstellationen hingegen laden uns zu wilden Deutungen ein. Oft brauchen wir sehr, sehr lang, um sie wirklich als das Eigene zu akzeptieren. Es braucht Zeit, um vom Opfer- und Schulddenken und vom Klagen frei zu werden.
Die karmische Suppe will einfach nur ausgelöffelt werden. Das Horoskop bietet keinen Notausgang, es bietet aber Einsicht, Bewusstwerdung, Selbsterkenntnis.
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Winfried Henkes: Erleuchtung garantiert - Spirituelle Entwicklung aus astrologischer Sicht
Ich bin immer wieder Erleuchtungssuchern begegnet, die mir erklärten, dass sie sich von den Mustern und Prägungen ihres Horoskops endlich befreit hätten und dass die Astrologie auf sie nicht mehr zutreffe. Nach langen Jahren astrologischer Recherche und Beobachtung sowie persönlichen Begegnungen mit spirituellen Lehrern und Meistern wurde mir mehr und mehr bewusst, dass spirituell hoch entwickelte und erleuchtete Menschen ihre Horoskope sozusagen erleuchtet leben. Die Horoskope von spirituell fortgeschrittenen Menschen sprechen eine sehr klare und präzise Symbolsprache. Bei ihnen ist oben tatsächlich so wie unten geworden. Sie leben ihre Geburts-Archetypen recht vollkommen und vollständig.
Bei uns Durchschnittstypen hingegen ist irgendetwas von dem da oben, mal etwas mehr, mal wieder weniger, so wie unten. Wir könnten das Potenzial, welches in unseren Geburtsplaneten steckt, bestimmt etwas vollkommener und vollständiger auf die Erde bringen.
Im Übrigen habe ich keine signifikanten astrologischen Hinweise im Horoskop darüber gefunden, wie weit jemand spirituell entwickelt ist. Ein Horoskop zeigt lediglich die Geburtskonstellationen des einzelnen Menschen als kosmische Samen und charakterliche Möglichkeiten.
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Christian Küdde: Durch Wüsten ferner Welten - Über die Fallen des spirituellen Weges
In bestimmten Kreisen gehört es zum guten Ton, »spirituell« zu sein und sich dies von offizieller Seite (Beratern) auch bestätigen zu lassen. Als Psychotherapeut habe ich in den vergangenen Jahren mehr und mehr mit Menschen zu tun bekommen, bei denen es zu Lebens- und Sinnkrisen - ausgelöst durch Beschäftigung mit oder eine Annäherung an den Bereich der Spiritualität - gekommen ist. Die Entwicklung der eigenen Spiritualität kann einerseits in den Dienst am Menschen gestellt oder andererseits zum narzisstischen Aufblähen des eigenen Egos und zur Machtausübung genutzt werden. Der spirituelle Werdungsprozess ist eine Nachtmeerfahrt, die ein starkes Ich erfordert, um der individuellen, kollektiven und kosmischen Schattenwelt begegnen zu können. Die Erleuchtungserfahrung ist eine Erfahrung nondualen Bewusstseins als Leerheit, Weite oder Unendlichkeit. Nach einer solchen Erfahrung kann es zur Spaltung in Spiritualität und Alltag kommen.
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Jelena Gäbler: Über die Sterne hinaus - Spiritualität in der vedischen Astrologie
Betrachtet der vedische Astrologe ein Horoskop, weiß er, dass er im Grunde genommen das Karma einer Person betrachtet. Astrologie ist im vedischen Kontext nicht nur die Kunst der Sternedeutung. Sie ist viel mehr eine Art der Kommunikation mit dem Kosmos und seinem Schöpfer. Es ist möglich den Einfluss der Planeten zu transzendieren, in dem man seine Konzentration von der Schöpfung auf den Schöpfer ausrichtet.
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Sabine Bends: Erwachen - Der Weg der kleinen Schritte
Ich gehe nicht davon aus, dass es spirituelle und nicht spirituelle Menschen gibt. Oder solche, die zur Erleuchtung berufen sind und solche, denen keine zuteil werden soll. Ich sehe uns Menschen in dieser Hinsicht als völlig gleich an, alle »auf dem Weg«. Und ich sehe die Erlebnisse im Leben eines jeden von uns als Schritte auf diesem Weg an. Ob es nun kleine oder große Ereignisse sind, bedeutend oder unbedeutend. Ich sehe uns alle auf dem Weg »nach Hause«. Dabei geht jeder von uns seinen ganz eigenen, persönlichen Weg, und jede Menge Umwege. Doch ich bin davon überzeugt, dass wir das Ziel niemals verfehlen können, dass wir am Ende - wann oder wo immer »das Ende« sein mag - alle ankommen.
Deswegen ist es für mich nicht erheblich, ob jemand »erleuchtet« ist oder nicht und wie wir dies definieren wollen. Ich sehe in allem den Prozess und meine, mehr und mehr in der Lage zu sein, zu spüren, ob ich mich gerade dem »Wachsein« annähere oder mich weiter davon entferne. Auch das ist für mich Teil des Prozesses. Wir gehen keinen geraden Weg, schnurstracks der Erleuchtung entgegen. Wir bekommen jedoch von Sekunde zu Sekunde immer wieder die Gelegenheit, wacher
und bewusster zu werden oder noch ein bisschen länger und tiefer zu schlafen.
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Markus Jehle: Horoskope spiritueller Menschen - Ammachi, Sai Baba, Osho, Dalai Lama
Ammachi ist eine indische Heilige, bekannt als Amma, Mutter des unsterblichen Segens, auch die »Heilige der Umarmung« genannt. 24 Millionen Menschen soll sie bereits in ihre Arme geschlossen haben.
»Rajneesh« Chandra Mohan Jain war ein indischer Philosophieprofessor und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung. Er nannte sich zuerst Acharya Rajneesh (Mitte der Sechzigerjahre bis Anfang der Siebzigerjahre), danach Bhagwan Shree Rajneesh (bis Ende 1988) und von 1989 bis zu seinem Tod Osho. Während seines Philosophie-Studiums hatte er in Jabalpur am 21. März 1953 beim Meditieren im Bhanvartal-Park in einer Vollmondnacht eine außergewöhnliche Erfahrung, in der er sich von Glückseligkeit überwältigt fühlte - eine Erfahrung, die er später als seine spirituelle Erleuchtung beschrieb.
Sathya Sai Baba (Sathya Narayana Raju Ratnakaram) ist ein populärer, jedoch umstrittener indischer Guru. Er hat Anhänger unter anderem in den USA, Australien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Indien. Ihre Zahl wird auf zehn bis
fünfzig Millionen geschätzt. Er bezeichnet sich als eine Reinkarnation des 1918 verstorbenen indischen Heiligen Shirdi Sai Baba. Sai Baba gibt vor Vibhuti (heilige Asche) und kleine Objekte wie Ringe und Früchte »materialisieren« zu
können.
Tenzin Gyatso ist der Mönchsname des jetzigen Dalai Lama. Er wurde am 6. Juli 1935 mit dem Namen Lhamo Dhondrub in Taktser, einem Dorf in der tibetischen Provinz Amdo im Nordosten Tibets als zweiter Sohn der Bauernfamilie Dekyi Tsering
und Chökyong Tsering geboren. Am 17. November 1950 wurde dem damals 15-jährigen Dalai Lama die weltliche Herrschaft über Tibet übertragen. Am 17. März 1959 floh er während des Tibetaufstands ins indische Exil nach Dharamsala (Himachal Pradesh), wo er sich seitdem aufhält. Der Dalai Lama setzt sich weiterhin für mehr Autonomie Tibets innerhalb der Volksrepublik China ein, welches seine Bestrebungen jedoch als Separatismus ansieht.
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SCHWERPUNKT: Astrologie und Spiritualität
Friedel Roggenbuck: Bewusstseinsstufen - Astrologie & Chakren
Jeder Planet besitzt seine verschiedenen Ebenen der Manifestation. Von der negativsten, blockiertesten und schattenhaftesten Stufe bis hin zum positivsten, transformiertesten Bewusstseinszustand der jeweiligen Archetypen bzw. Planetenenergien gibt es ein weites Spektrum von Entfaltungsmöglichkeiten. Ein griffiges Modell, um diese Entwicklungsstufen zu verdeutlichen, bieten die indischen Chakren. Als Chakren (Energieräder) werden gängigerweise sieben Energiezentren im Körper benannt, die aufs engste mit ihren dazugehörigen Bewusstseinszuständen verbunden sind. Diese sieben Entwicklungsstufen verfärben unsere Wahrnehmung der Welt. Sie sind Ausdruck tief verwurzelter, grundlegender Motivationen und Glaubenssätze dem Leben gegenüber. Es geht hier also um die Motive, die unserem Denken und Handeln - oft unbewusst- zugrunde liegen.
In der einschlägigen Literatur aus Ost und West werden einzelne Chakren meist nur einem bestimmten Planeten zugeordnet. Die Zuordnung ist zudem je nach Quelle meist recht unterschiedlich. An dieser Stelle möchte ich einen ganzheitlicheren Zugang vorstellen: jeder Planet kann sich durch jedes Chakra manifestieren. Die Chakraebene eines Planeten ist quasi die dritte, die räumliche Dimension des Geburtshoroskops und ist auf dem flachen Papier nicht ersichtlich. Auch sollte man der Versuchung widerstehen, die Bedeutung von Häusern und Chakren miteinander zu verbinden, obwohl eine gewisse Ähnlichkeit besteht.
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MEDIEN
Radio- und TV-Tipps
Stefanie Krinninger gibt Ihnen interessante TV-Tipps zu den Themen Astrologie, Astronomie und Philosophie.
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ZEITQUALITÄT
September und Oktober 2008
In der ersten Septemberhälfte können Sie sich zunehmend darüber bewusst werden, welche Fortschritte Sie im Laufe diesen Jahres bereits erzielt haben (Jupiter Trigon Saturn am 9. September). Sie sollten nun wirklich das Gefühl haben, auf dem richtigen Weg zu sein und der Erfolg sollte Ihnen dabei den Weg weisen. Lassen Sie die Finger von allem, wo sich die Anstrengungen der vergangenen Monate nicht sichtbar auszahlen und wenden Sie sich lohnenswerten Vorhaben zu (Jupiter in Steinbock
und Saturn in Jungfrau).
Kümmern Sie sich jetzt um die wirklich großen Lebensfragen, damit Sie entsprechend vorbereitet sind, wenn Sie in nicht allzu ferner Zukunft über ihr Handeln Rechenschaft ablegen müssen (Pluto Ende Schütze, direktläufig ab 9. September)
Möglicherweise entdecken Sie allmählich auch Risse und Bruchstellen im Umgang mit vertrauten Menschen und den Gewohnheiten des Alltags. Damit die Dinge so bleiben können, wie sie sind, müssen Sie in absehbarer Zeit ein paar wichtige Änderungen, Korrekturen und Anpassungen vornehmen. In manchen Bereichen kann es auch zu einem Bruch mit der Vergangenheit kommen. Achten Sie auf die entsprechenden Signale (Saturn läuft in Opposition zu Uranus).
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AKTUELLES ASTRO-PORTRÄT
Markus Jehle: Barack Obama
Mit Wassermann-Aszendent und AC-Herrscher Uranus im siebten Haus fällt es Obama leicht, andere Menschen in glaubwürdiger Weise für die Ideale von Freiheit, Wechsel und Neubeginn zu begeistern. Mit seiner Löwe-Sonne als DC-Herrscher im sechsten Haus bietet er eine ideale Projektionsfläche für den Mythos des Helden, der sich nach oben gearbeitet hat. Er ist gleichsam der »gute Vater«, der sich perfekt an die an ihn herangetragenen Bedürfnisse anzupassen vermag und zugleich jedem das Gefühl vermittelt, persönlich gemeint zu sein. Mit Sonne Quadrat Neptun zählt Obama zu jenem Typus neptunischer Politiker, die durch die Massenmedien zu Popularität und Macht gelangen, ohne persönlich wirklich greifbar zu sein, weil sie sich einem Chamäleon gleich den jeweils auf sie projizierten Sehnsüchten anzupassen wissen. Als Vertreter der Pluto in Jungfrau-Generation verfügt Obama zudem über das Charisma des »Dienstleisters«, der nur deshalb nach Macht und Einfluss strebt, um Nützliches zu tun, frei vom Egoismus und Eigennutzdenken der Pluto in Löwe-Generation vor ihm.
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BERATUNGSPRAXIS
Markus Jehle: Mars-Pluto-Themen
In jeder Ausgabe stellen wir Ihnen ein Planetenthema und dessen Umsetzung in der Beratungspraxis vor. In dieser Ausgabe geht es um Mars-Pluto-Themen.
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ASTRO-COMIX
Babette Splieth: Spirituelle Astrologie
Hier können sie lachen und sich entspannen, denn unsere Comix-Zeichnerin hat sich wieder auf amüsante Weise einem aktuellen Thema gewidmet.
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INTERVIEW
Deana Necic: Interview mit Stephen Arroyo
Als Pionier einer neuen und innovativen Herangehensweise an die Astrologie - einer, die auf innere Erfahrungen und wachsendes Selbstverständnis ausgerichtet war -, betrat Stephen Arroyo vor mehr als 30 Jahren die astrologische Szene. Sein breit gefächerter Bildungshintergrund (Mathematik, Universitätsabschlüsse in Literaturwissenschaft und Psychologie sowie viele Jahre Beratungsarbeit, Körperarbeit und auf Energiearbeit ausgerichtete Therapieformen) war die Grundlage für die Entwicklung einer einzigartigen Sichtweise auf die Astrologie: Astrologie als »Sprache der Energie«. Für seine Arbeit wurde ihm der Astrological Association of Great Britain Prize verliehen sowie der Canadian International Sun Award und der angesehene Regulus Award for Theory and Understanding.
Seine Bücher sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden. Mit ihnen trug Arroyo zur Modernisierung der Astrologie bei und machte dieses Thema einem breiteren Publikum zugänglich. Durch seine Fähigkeit, komplexe Ideen in eine klare, einfache Sprache zu fassen, zählen seine Astrologiebücher weltweit zu jenen, die sich am besten verkaufen. Titel wie »Astrologie, Psychologie und die vier Elemente sowie Astrologie«, »Karma & Transformation« gelten heute bereits
als Grundlagenwerke.
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BERATUNGSPRAXIS
Holger A. L. Faß: Der schwierige Klient
Sie bieten Horoskopdeutungen an und sagen Ihren Kundinnen auf den Kopf zu, was die Lösung ihrer Probleme ist? Geben Empfehlungen und sprechen Warnungen aus? Kurzum: Sie referieren? Dann ist dieser Artikel wohl nicht für Sie geeignet. Denn hier geht es um interaktive Beratungssituationen. Sprechen Sie hingegen statt über den Menschen (oder über sein Horoskop) mit Ihrem Klienten, dann kann dieser Beitrag wertvoll für Sie sein.
Vielleicht haben Sie die Erfahrung gemacht, dass nicht jede Kommunikation mit Klienten unkompliziert verläuft. Es gibt hartnäckige Gesprächsverweigerer, die Ihnen die Arbeit schwer machen (und sich selbst einen Beratungserfolg verbauen).
Hier erfahren Sie, wie Sie auf die häufigsten Problemklienten reagieren. Im ersten Teil der dreiteiligen Serie werden der misstrauische und der allwissende Klient beschrieben.
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GESCHICHTE
Anna-Maria Baumgärtner: Stonehenge - Ein steinernes Kosmogramm?
Hinsichtlich der Gesamtkonstruktion nimmt Stonehenge innerhalb der ca. 900 britischen aber auch der übrigen Steinkreise in Europa eine Spitzenstellung ein. In Stonehenge wurde die Beobachtung kosmischer Phänomene, wie die Solstitien und Äquinoktien, überhöht von einer ehrfurchtsvollen, religiös magischen Betrachtungsweise. Weshalb sollte Stonehenge nicht gleichzeitig ein Versammlungsort, ein Observatorium, ein Mondkalender, eine Kultstätte, ein riesiger
Friedhof gewesen sein?
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GESCHICHTE
Monika Heer: An der Zeitenwende - Eine kurz(weilig)e Geschichte der abendländischen Astrologie, Teil III
Drei Ereignisse gehen aus traditioneller Sicht mit dem Ende des Mittelalters einher, die Eroberung Konstantinopels durch die Türken (1453), die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus (1492) und der »Thesenanschlag« Martin Luthers an der Schlosskirche zu Wittenberg (1517). Während die Eroberung Konstantinopels dem alten Europa neue Machtverhältnisse bescherte und die Türken den Kaffee nach Wien brachten, bedeutete die Entdeckung Amerikas eine ungeheure Erweiterung des geographischen Blickfeldes. Die Reformation trug dazu bei, dass die Einheit der Kirche zerstört wurde und so verlor die Kirche an Einfluss gegenüber den Fürsten, Königen und Kaisern. In der Folge veränderten sich die engen und begrenzten Lebensräumen des Mittelalters um 1500 einschneidend.
Der Humanismus der Renaissance lieferte passend dazu eine neue Sicht der Welt und stellte den Menschen in ein neues Verhältnis zu Gott, Natur und der Kunst. Schon 1502 begann Kopernikus mit seiner Ausarbeitung eines heliozentrischen Planetensystems, bei dem nicht die Erde, sondern die Sonne im Zentrum steht.
Auch für die Astrologie, zu diesem Zeitpunkt noch »Königin der Wissenschaften«, war die Erfindung des Buchdrucks von immenser Bedeutung. 1471 gründete Regiomontanus, der eigentlich Johannes Müller hieß, den ersten astrologischen Buchverlag. Die Kalender und Almanache, die dann im 16. Jahrhundert in vergleichsweise hohen Auflagen publiziert wurden, enthielten astronomische Angaben, Hinweise zum Mondzyklus, Bauernregeln und astromedizinische Ratschläge und sorgten so dafür, dass astrologisches Gedankengut auch die ungebildeten Schichten der Bevölkerung erreichen konnte.
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ERKENNTNISWEGE
Vesna Ivkovic: Astrologie für das 21. Jahrhundert
»Astrologie ist ein Ordnungssystem, das – wie alle Ordnungssysteme – dazu dient, menschliche Erfahrung zu erfassen, zu beschreiben und zu erklären. Ändern sich die Phänomene des Lebens – und damit die menschliche Erfahrungswelt –, so ändern sich auch unsere Ordnungssysteme.«
Vesna Ivkovic sieht die Zukunft der Astrologie weniger in der »reinen Lehre« – der Deutung von Horoskopen, Zukunftsprognosen und psychologischer Lebenshilfe –, sondern eher in der Verknüpfung astrologischer Erkenntnisse und Symbolik mit anderen Bereichen der Wissensproduktion und Erkenntnisgewinnung. Wenn wir so über die Verbindungen zu Human- und Kulturwissenschaften wie auch zu esoterischen und spirituellen Lehren mittels der Astrologie (wieder) zu einer Erkenntnis metaphysischen Aufgehobenseins oder der schlichten, weisen Annahme dessen, was ist, gelangen, dann hat die Astrologie vielleicht mit einem umfassenden Erfahrungsschatz wieder zu ihren Ursprüngen zurückgefunden und dabei den (post-)modernen Menschen in eine neue alte Welt mitgenommen.
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ASTRO-PORTRÄT
Dorothee Möller-Barbian: Omraam Mikhael Aivanhov
Omraam Mikhael Aivanhov (1900-1986) war eine charismatische Persönlichkeit, der es um nichts weniger als die geistige Veredelung des Menschen ging. Er war eine charismatische Persönlichkeit. Was er vertrat, lebte er vor und es ging ihm um nichts weniger als die geistige Veredelung des Menschen, dessen Handeln auf die Erkenntnis ausgerichtet ist, allen Mitmenschen geschwisterlich verbunden zu sein. Insofern darf Aivanhov als Botschafter des Wassermannzeitalters gelten. Das entsprechende Tierkreiszeichen ist in seinem Horoskop auch prägnant besetzt: Mit einer Sonne/Mond-Konjunktion (Neumondgeburt) sowie einer Konjunktion von Merkur, dem Herrscher von Haus 11 mit Mars, dem Mitherrscher des AC Skorpion. Diese persönlichen Wassermannplaneten verbinden sich harmonisch mit dem zukunftsträchtigen Zusammenschein von Jupiter und Uranus in Schütze, wie auch das Streben nach Harmonie eine der tragenden Säulen seiner Lehre darstellt.
Der französische Philosoph, Pädagoge und spirituelle Lehrer bulgarischer Herkunft hat ein Lehrgebäude (Schütze-Jupiter in Haus 2) errichtet, das auf dem Fundament überlieferter Weisheiten ruht.
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LESERBRIEFE
Christoph Schubert-Weller.
Das Thema Astrokongresse und astrologische Forschung bewegt unseren Leserbriefautor Christoph Schubert-Weller.
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REZENSIONEN
Wir stellen Ihnen in jeder Ausgabe lesenswerte Neuerscheinungen vor:
- Holger Alfred Ludwig Faß: Praxisbuch Horoskopaufstellung
- Bernadette Brady, Astrologie zwischen Chaos und Kosmos
- John Frawley, Die Wahre Astrologie
- Eva Stangenberg, Neumond-Horoskope
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ASTROSZENE-AKTUELL
Astrologische Berufsverbände
Zusätzlich zu den Aktivitäten des Deutschen Astrologen Verbandes informieren wir Sie auch über das Geschehen in den deutschsprachigen Astrologieverbänden in Österreich und der Schweiz.
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ADRESSEN, INFOBÖRSE
Das 3.Haus
Hier erfahren Sie, wo und bei wem Sie Astrologie lernen sowie Seminare und Veranstaltungen besuchen oder sich beraten lassen können. Vielleicht haben Sie selbst auch etwas anzubieten? Dann dürfte sich eine Kleinanzeige in unserem »3. Haus« auch für Sie lohnen!
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IMPRESSUM, VORSCHAU
Freuen Sie sich schon auf unseren kommenden Themenschwerpunkt:
- Heft 6/08: Die Zukunft der Vergangenheit - Saturn/Uranus-Themen
Redaktionsschluss: 15. September 2008
- Heft 1/09: Geschwisterbeziehungen im Horoskop
Redaktionsschluss: 15. November 2008
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