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HOROSKOPE
Hier finden Sie die aktuellen Horoskope aus Meridian, zusammengestellt von
Markus Jehle. Mit den folgenden
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Die große Welle - Tsunami in Südostasien
Mit Hiobsbotschaften war zu rechnen, in den Tagen um den Jahreswechsel: Zwei Pluto-Konjunktionen hatte Merkur durch seinen Rückläufigkeitszyklus im Dezember bereits im Gepäck und in den Tagen bis zur dritten Pluto-Konjunktion am 4. Januar 2005 bekam eine schockierte Weltöffentlichkeit erst nach und nach Kenntnis vom ganzen Ausmaß der Tsunamikatastrophe in Südostasien.
Zum Zeitpunkt des Seebebens am 26.12.2004 stand Merkur zusammen mit Venus in Konjunktion mit dem erst kürzlich entdeckten Quaoar. Wenn Quaoars Bedeutung tatsächlich mit einem Schöpfungsmythos in Verbindung steht (siehe Meridian 4/2003), brachte dann der Götterbote Merkur eine Nachricht von der Schöpfungsgeschichte unseres Planeten? Bekanntlich haben immer wieder durch Meteroiteneinschläge sowie Vulkanausbrüche und Seebeben verursachte Flutwellen (Sintflut?) das Leben auf unserem Planeten nachhaltig beeinflusst und verändert.
Vielleicht ist diese Deutung noch zu spekulativ, gewiss ist jedoch, dass der durch Schütze-Pluto »imprägnierte« Merkur den Finger auf eine bislang nur wenig beachtete Pluto-in-Schütze-Thematik lenkt: Die Schattenseiten des weltweiten Tourismus, die damit verbundene Zerstörung letzter »Paradiese«, die sexuelle Ausbeutung ganzer Völker, die Gier der Reichen nach Wellness und Erholung auf Kosten der Armen. Die Flutkatastrophe machte deutlich, dass man Moral und Anstand (Schütze) an fernen Stränden gerne verdrängt, zugunsten von billigem Glück und schnellem Vergnügen.
Was der Flutwelle in Südostasien folgte, war eine gigantische, weltweite Hilfswelle. Beide »Wellen« tragen die Signatur von Uranus in Fische und Neptun in Wassermann. Die plötzliche Freisetzung grenzenloser Emotionen führte zu einer Globalisierung des Helfens. Für kurze Zeit waren alle Menschen Gleichgesinnte, und selbst durch langjährige Bürgerkriege verfeindete Lager saßen unerwartet im gleichen Boot.
Damit die Welle der Hilfsbereitschaft nicht wie so oft in der Vergangenheit bald wieder im Sande verläuft, ist Nachhaltigkeit gefragt. Instinktsicher hat Gerhard Schröder (Skorpion-Aszendent) dieses Thema als einer der Ersten aufgegriffen und damit die astrologisch markanteste Konstellation des Seebebens thematisiert: die Chiron/Saturn-Opposition auf der AC/DC-Achse. Unter Chiron in Steinbock können Wunden nur sehr langfristig geheilt werden, und Saturn als Hüter der Zeit, im 7. Haus stehend und Herrscher über den Steinbock-AC und Chiron in Steinbock, verlangt die erforderliche Ausdauer und Nachhaltigkeit vom Du, vom Gegenüber, also von den »Partnern« der von der Katastrophe betroffenen Länder.
Die von Schröder im Sinne der Nachhaltigkeit geforderten Patenschaften auf allen gesellschaftlichen Ebenen, von Ländern, Städten und Gemeinden bis hin zu den Schulen, entspricht dem 7. Haus-Krebs-Saturn ebenso wie die zugesagte großzügige finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite.
Chiron, 1977 unter einem einsetzenden Umwelt- und Öko-Bewusstsein entdeckt, verweist zudem auf die un-heile Welt, in der wir leben. Aus Traumstränden und vermeintlichen Naturparadiesen machten die Riesenwellen eine Hölle
der Zerstörung. Auch ohne unser Zutun ist die Erde kein heiler Planet. Was angesichts solcher Naturgewalten Not tut, ist Demut. Saturn und Pluto lassen grüßen.
Kriegsgott Mars aktivierte Stunden vor dem Unglück durch seinen Wechsel ins Schützezeichen das zunehmende Quadrat zu Uranus. Die Spannungen, die sich tief unter dem Meer an der Erdkruste aufgestaut hatten, entluden sich mit einem Schlag und setzten die verheerenden Wellen in Gang.
Der Mond im kommunikativen Zeichen Zwillinge hätte durchaus die Chance geboten, rechtzeitig vor den Flutwellen zu warnen. Doch er stand im Leerlauf (void of course), und als er knapp vier Stunden später in Krebs wechselte, schwappte die Welle gerade über die Strände an den Küsten Indiens und Sri Lankas. Und Merkur, plutonisch verstrickt (siehe oben), bekam da, wo sich warnende Stimmen erhoben, Redeverbot, um den Tourismus nicht zu gefährden. Und so wurde die vermeintlich schöne heile Strandwelt für 250.000 nichtsahnende Menschen zur Todesfalle.
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