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Planeten-Rätsel

Von und mit Dr. Gotthelf Besserweiß

Aus dem Tagebuch eines Beraters
Es gibt Menschen, die wissen dann am besten, was zu tun ist, wenn sie träumen. Sie sind die geborenen Traumtäter, und es gibt keine menschliche Handlung, die vor ihren Phantasien sicher ist, doch genau dadurch können sie Ziele
erreichen, von denen andere nicht mal zu träumen wagen.
Sie verfügen über subtile Verführungskünste und lassen sich auch selbst gerne vom eigenen Weg abbringen. Ihre sexuelle Ansprechbarkeit ist besonders ausgeprägt, und sie lieben es, andere mit der Kraft ihrer Libido zu
verzaubern. Ihre Sehnsucht nach sexuellen Verschmelzungserlebnissen kann jedoch zu einem suchtähnlichen Sexualverhalten führen, ohne dass sie sich wirklich befriedigt fühlen.
Im Kampf für eine Sache, die größer ist als sie, sind diese Menschen nahezu unschlagbar, doch meist beschränken sie sich darauf, sich selbst und andere durch ihr Handeln zu verwirren. Es steckt jedoch keine Bosheit dahinter, wenn sie
andere hinters Licht führen, denn meist haben sie selbst keinen blassen Schimmer, warum sie tun, was sie tun. Doch wenn sie ihren Instinkten vertrauen und sich für Ziele einsetzen, die über die Befriedigung eigener Bedürfnisse hinaus
weisen, dann sind sie unschlagbar. Diese Menschen sind Rettergestalten, auch dann noch, wenn sie längst selbst hilflos am Boden liegen.
Diese Menschen haben ein Gespür für die Schwächen ihrer Widersacher, entziehen sich jedoch meist einer direkten Konfrontation, um dann im richtigen Moment ihre Chance zu nutzen und nahezu unbemerkt an ihr Ziel zu gelangen. Sie gehen
Konflikten gerne auf trickreiche Weise aus dem Weg und täuschen Schwäche und Hilflosigkeit vor, um sich durchzusetzen. Sie können zauberhaft und verführerisch sein, sind aber meist schwer zu fassen. Doch wenn es ihnen gelingt, auf ihre
Instinkte und ihre visionäre Kraft zu vertrauen, dann können über sich selbst hinauswachsen und so manchen ihrer Träume auf geradezu phantastische Weise in die Tat umsetzen.
»Mein lieber Besserweiß, ich werde mich doch von Ihnen nicht austricksen lassen.«
»Solange Sie nicht wissen, was Sie wirklich wollen, wird Ihnen wohl nichts anderes übrig bleiben.«
»Sie wollen wohl Streit mit mir, was?«
»Das wäre ja wirklich ein Wunder, wenn Sie einer Konfrontation mal nicht aus dem Wege gehen würden.«
»Auf so billige Weise lasse ich mich doch nicht provozieren.«
»Was heißt hier billig, die Sitzung bei mir kostet Sie schließlich eine Stange Geld.«
»Das hätten Sie sich schenken können.«
»Stimmt, niemand weiß schließlich besser als Sie, was es heißt, seine Kräfte zu vergeuden.«
»Das ist eine Unverschämtheit!«
»Mag sein, es könnte sich aber auch um ein geschicktes Täuschungsmanöver handeln.«
»Ach ja? Und was soll das Ganze?«
»Woher soll ich das wissen?«


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