ZEITQUALITÄT
Januar und Februar 2000
ÜBERBLICK

Zwei Faktoren prägen im wesentlichen die Zeitqualität im Januar und
Februar: Mit der einsetzenden Direktläufigkeit Saturns am 12. Januar
können die seit Monaten anstehenden Reformen und Veränderungen nun
endlich konstruktiv umgesetzt und manifestiert werden, und mit der partiellen,
in Deutschland allerdings nicht sichtbaren Sonnenfinsternis am 5. Februar
erreichen all die Themen, die mit der August-Finsternis 1999 ihren Anfang
genommen haben, einen weiteren Höhepunkt.
MANIFESTIEREN UND GESTALTEN

Die kommenden Monate werden also zeigen, inwieweit wir den in
den zurückliegenden Wochen gewonnenen neuen Erkenntnissen und Einsichten
nun Ausdruck und Gestalt verleihen können. Jetzt gilt es, all das in Gang
zu bringen, was längere Zeit stagnierte, weil noch nicht klar war, was
konkret verwirklicht werden kann und was nicht. Wer weiterhin die Verantwortung
scheut und keinerlei Verpflichtungen eingehen möchte, der darf sich nicht
wundern, wenn ihm manches genommen wird, dessen er sich eigentlich ganz sicher
fühlte. Längst fällige Veränderungen können jetzt
rascher umgesetzt werden, als manchem lieb sein dürfte. Wohl dem, der
sich gründlich auf die Zukunft vorbereitet und seine Weichen richtig
gestellt hat.
Entsprechend dem nach wie vor bestehenden Saturn-Uranus-Quadrat dürfte die
Manifestation neuer Ideen nicht ohne Reibung und Widerstände vonstatten
gehen. Doch mit der Direktläufigkeit von Saturn ist ein Festhalten an
eingefahrenen Gewohnheiten nicht mehr möglich, und wer sich jetzt zu sehr
an Altes klammert, der darf sich nicht wundern, von plötzlichen
Veränderungen überrollt zu werden. Wer allerdings seit längerem
darum gerungen hat, mehr innere Autonomie und Unabhängigkeit zu erreichen,
der dürfte nun seine Stunde gekommen sehen, um all das zu
verwirklichen, was seine Geduld so lange auf die Probe gestellt hat.
DIREKTLÄUFIGKEIT

In der Zeit vom 12. Januar bis zum 21. Februar sind alle Planeten
einschliesslich Chiron direktläufig, was für den Rest des Jahres nicht
mehr der Fall sein wird. Diese konzentrierte Direktläufigkeit kann dazu
genutzt werden, Prozesse voranzutreiben und Entscheidungen in die Tat
umzusetzen. Wer in diesen Wochen zu lange innehält, um nachzudenken oder
zu reflektieren, der könnte von den Ereignissen überholt werden
und ins Hintertreffen geraten. Wer dagegen weiss, was zu tun ist, der
dürfte einen sanften »kosmischen Rückenwind«
verspüren und beflügelt zu Werke gehen können.
ÜBERRASCHENDE EINSICHTEN

Wem es noch immer an neuen Ideen mangelt, der dürfte Ende Januar (Merkur
Konjunktion Uranus) und insbesondere zur partiellen Sonnenfinsternis am 5.
Februar nochmals kräftig durcheinander gebracht bzw. zu
einer veränderten Wahrnehmung und Blickweise ermutigt werden. In
diesen Tagen könnte so manchem wie Schuppen von den Augen fallen, was sich
da schon lange im Hintergrund vorbereitet hat und sich nun plötzlich in
aller Deutlichkeit zeigt.
Wer dazu in der Lage ist, eingefahrene Denkgewohnheiten hinter sich zu lassen,
der kann jetzt neue Lösungen zu bestehenden Problemen finden
und Zusammenhänge erkennen, die ihm bislang verschlossen
geblieben sind.
SCHMERZHAFTE EINSICHTEN

Im Februar kommt es durch die am 21. einsetzende Rückläufigkeit von
Merkur zu einem zweifachen Merkur-Pluto-Quadrat (14. und 29. Feb.). Unangenehmen
Wahrheiten sollte nun nicht länger ausgewichen werden, selbst wenn dabei
manches gut gehütete Geheimnis aufgedeckt zu werden droht. Wer sich
schmerzhaften Einsichten nicht verschliesst, der wird die eine oder andere
»Hiobsbotschaft« dazu nutzen können, sich und anderen
reinen Wein einzuschenken und die jeweilige Lage in aller Tiefe und
Gründlichkeit zu durchleuchten. Wer dagegen glaubt, sich weiterhin mit
Tricks durchmogeln zu können, der dürfte zum dritten
Merkur-Pluto-Quadrat am 31. März endgültig blossgestellt werden.
LUST UND LIEBE

Nachdem das Venus-Mars-Quadrat vom 24. Dezember die Spannungen zwischen den
Geschlechtern so richtig zum Sieden gebracht hat, laufen beide Planeten nun auf
ein Sextil zu, das am 28. Februar exakt wird. Zwischen dem 18. und 22. Februar
nimmt Venus dabei die Themen des nach wie vor bestehenden
Jupiter-Neptun-Quadrats auf. Das Streben nach dem Liebesglück vermischt
sich in diesen Tagen mit einer grenzenlosen Sehnsucht nach Erlösung durch
den vermeintlichen Traumpartner. Wohl dem, der dabei nicht vergisst, seine im
Himmel geschlossenen Beziehungen nicht auf Wolke sieben, sondern ganz konkret im
Hier und Jetzt zu leben. Das soll jedoch nicht heissen, dass in Beziehungen
nicht auch geträumt und Phantasien und Sehnsüchten nachgehangen werden
darf.
NEU- UND VOLLMOND IM JANUAR

Zu Neumond am 6. Januar im Steinbockzeichen geht es darum, sich seiner
Verpflichtungen bewusst zu werden und der Realität ungeschminkt ins Auge
zu blicken. Eine gute Zeit, um konkret zu planen, was im Jahr 2000 alles in
Angriff genommen und erledigt werden soll.
Zu Vollmond am 21. Januar findet eine in Deutschland sichtbare totale
Mondfinsternis statt, sofern Neptun auf der Vollmondachse nicht den Blick in den
Nachthimmel verschleiert. Dieser Vollmond greift die uferlosen Sehnsüchte
des Jupiter-Neptun-Quadrates auf und eignet sich hervorragend für
Traumreisen oder eine spirituelle Visionssuche.
NEU- UND VOLLMOND IM FEBRUAR

Der Neumond am 5. Februar geht mit einer partiellen Sonnenfinsternis einher,
die fast genau in Opposition zur Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 steht
(siehe S. 4). Die Konjunktion der Neumondstellung zu Uranus verweist auf die
Notwendigkeit, in Zusammenhang mit den Veränderungen der letzten Monate
seine Unabhängigkeit und Autonomie unter Beweis zu stellen und gelassen den
Überblick zu bewahren.
Zu Vollmond am 19. Februar auf der Fische/Jungfrau-Achse gilt es, genau jenes
seelische Unterscheidungsvermögen zu entwickeln, das es braucht, um sich
mit anderen verbunden und eins fühlen zu können, ohne dabei verloren
zu gehen oder irreführenden Sehnsüchten zu erliegen.

Markus Jehle